Was auf das Brutto kommt
- Urlaubsgeld: 8 % vom Brutto, monatlich aufgebaut, traditionell im Mai ausgezahlt.
- Arbeitgeberabgaben: Sozialversicherungsprämien und der Arbeitgeber-Gesundheitsbeitrag. Zusammen liegen sie typisch in der Größenordnung eines Viertels auf brutto, je nach Branche und Gehaltshöhe.
- Pension: in vielen Branchen über Pflichtfonds. Wo ein solcher Fonds gilt, zahlt der Arbeitgeber einen echten Anteil.
- Rückstellungen: Urlaubstage, Transitionsvergütung und das Krankengeldrisiko. Niederländische Arbeitgeber zahlen bis zu zwei Jahre Lohn bei Krankheit weiter, weshalb viele dieses Risiko versichern.
Die Faustregel und der deutsche Vergleich
Planen Sie rund 1,3-mal brutto als Vollkosten ein, je nach Branche etwas mehr oder weniger. Deutsche Arbeitgeber kennen diesen Faktor. Die Posten sind aber anders verteilt. Das Urlaubsgeld ist höher, und die Pension hängt von der Branche ab. Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter, in Deutschland übernimmt später die Krankenkasse. Lassen Sie sich vom Lohnbüro die genaue Zahl für Ihre Branche geben, bevor Sie das Angebot verschicken.
Wie Sie die Kosten senken
Über die Werkkostenregelung (WKR) dürfen Sie ein steuerfreies Budget für Extras nutzen. Fahrt- und Homeoffice-Pauschalen können Sie über gezielte Freistellungen steuerfrei zahlen. Für Entwickler zahlen Sie mit der WBSO direkt weniger Lohnsteuer. Die Schritte einer Einstellung finden Sie unter Den ersten Mitarbeiter einstellen.
Die vier Posten hinter der Rechnung
Drei dieser Posten betreffen mehr als die monatliche Abrechnung, und alle drei sind anders geregelt als in Deutschland. Das Urlaubsgeld beträgt gesetzlich 8% und wird im Mai ausgezahlt. Die Lohnfortzahlung gilt bis zu 104 Wochen, in Deutschland sechs Wochen. Die Aufnahme in einen Rentenfonds kann in Ihrer Branche gesetzlich Pflicht sein.