Die deutsche Familienstiftung, fair gelesen
Sie verankert Vermögen dauerhaft, schützt vor Zersplitterung und trägt Familiencharta über Generationen — zum Preis von förmlicher Errichtung, laufender Aufsicht und der Erbersatzsteuer, die das Stiftungsvermögen alle dreißig Jahre wie einen Erbfall behandelt. Für manche Familien genau richtig; für bewegliche Unternehmerfamilien oft eine Nummer zu monumental.
Die Stichting: das leichte Gegenstück
Die niederländische Stiftung ist eine Rechtsperson mit Zweck und Vorstand — die Satzung regiert, der Vorstand führt, die Errichtung läuft beim Notar auch aus der Ferne. Als Verwaltungsstiftung (STAK) zeigt sie ihre Paradedisziplin: die Stiftung hält und stimmt die Anteile, Familienmitglieder halten Zertifikate mit dem vollen wirtschaftlichen Wert. Steuerung konzentriert, Vermögen verteilt — Nachfolge nach Bauplan.
Der Praxisvergleich in drei Zeilen
- Errichtung: Stichting in Wochen; Familienstiftung als Projekt.
- Laufende Logik: Stichting satzungsgesteuert und schlank; Familienstiftung beaufsichtigt und mit 30-Jahres-Taktung.
- Beweglichkeit: die STAK ist umkehrbar (Dezertifizierung nach Regeln); die Stiftungslösung ist auf Dauer gebaut.
Die Kombination, die Familien wählen
Betriebsvermögen unter der Familienholding, STAK darüber für die Steuerung, Familiencharta in den Statuten — das komplette Bild: die Familienholding und das Erbschaftskapitel. Die grenzüberschreitende Steuerlese gehört zum Design-Termin mit Beratern beider Länder.