E-Commerce über die Niederlande: die Liquiditätsroute.
Wer Ware aus Drittländern in die EU holt, zahlt die Einfuhrumsatzsteuer normalerweise an der Grenze vor. Die Niederlande verlegen sie mit der Artikel-23-Bewilligung in die laufende Voranmeldung — angemeldet und abgezogen in derselben Erklärung. Für Onlinehändler mit Containern aus Asien ist das der Grund, warum die Ware in Rotterdam ankommt.
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| Import über Deutschland | Import über die Niederlande (Art. 23) | |
|---|---|---|
| Einfuhrumsatzsteuer | an der Grenze vorfinanziert, später als Vorsteuer zurück | in der Voranmeldung angemeldet und im selben Formular abgezogen |
| Container 180.000 € | rund 38.800 € Vorfinanzierung je Sendung | 0 € Vorfinanzierung |
| Logistik | — | Rotterdam als größter Hafen Europas, Distribution in die ganze EU |
Die zwei Routen zur Bewilligung — Fiskalvertreter oder eigene BV — stehen auf Fiskalvertretung in den Niederlanden.
Stand: 2026 · geprüft am 13. August 2026
Seit Juli 2026: der Massenimport gewinnt weiter.
Die 150-€-Zollfreigrenze der EU ist zum 1. Juli 2026 entfallen: Zoll fällt ab dem ersten Euro an, mit einer Übergangsgebühr von 3 € pro Anmeldeposition bis zum neuen Zollrahmen 2028, und ab dem 1. November 2026 kommt die Pflicht zur Produktidentifikation dazu. Ein Container durch den Zoll statt tausender Einzelpakete, danach Versand als EU-Inlandspaket — die Rechnung, die Händler aus den USA, dem Vereinigten Königreich und China gerade ziehen, gilt für deutsche Händler mit Drittlandsware genauso. Die neue BV daneben aufbauen: Schwesterstruktur GmbH + BV.