Punkt 1: das Steuersystem
In der Schweiz legen die Kantone die Steuern fest, und manches ist verhandelbar. Zugezogene Privatiers können eine Pauschalbesteuerung erhalten. Sonst gelten die ordentlichen Sätze je nach Wohnort, und du zahlst zusätzlich Vermögenssteuer. In den Niederlanden gelten veröffentlichte Regeln. Die Körperschaftsteuer beträgt 19 % bis €200.000 (25,8 % darüber). Mit der Beteiligungsfreistellung sind Gewinne aus Beteiligungen ab 5 % steuerfrei (0 %). Für Ausschüttungen gilt Box 2 mit 24,5 % bis €68.843 pro Person, und den Zeitpunkt bestimmst du selbst. Mehr dazu liest du unter das niederländische System im Detail.
Punkt 2: der Markt
Eine BV schließt als EU-Gesellschaft Verträge in allen 27 EU-Märkten ab, etwa für Umsatzsteuer und Personal. Eine Schweizer Gesellschaft braucht dafür die bilateralen Abkommen. Für operative Unternehmer hat dieser Punkt jedes Quartal den größten Einfluss auf den Umsatz. Mehr dazu liest du unter die Doppelstruktur aus GmbH und BV.
Punkt 3: die Gesamtkosten
In Zug sind die Kosten für Wohnen, Schulen und Personal die höchsten in Europa. In der Randstad, dem Ballungsraum um Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht, bekommst du dieselbe Qualität für spürbar weniger Geld. Internationale Schulen kosten dort ab rund €15.000 pro Kind. Die Krankenversicherung kostet pauschal rund €150 pro Erwachsenem und Monat.
Punkt 4: die Familie und der Wegzug
Beide Länder sind sicher, gut organisiert und naturnah. In den Niederlanden kannst du auf Englisch arbeiten, und Kinder fahren früh allein mit dem Fahrrad. Köln ist vier Zugstunden entfernt. Für beide Länder gilt beim Wegzug aus Deutschland dieselbe Wegzugsteuer.