Weg 1: das Gehalt

Als DGA (der Geschäftsführer, dem die Gesellschaft auch gehört) einer BV (die niederländische Variante der GmbH) stehst du auf der eigenen Gehaltsliste. Das Gehalt fällt in Box 1 (die niederländische Steuer auf Gehalt und persönliches Einkommen), mit Sozialabgaben und einem Spitzensatz von 49,5%. Der Richtwert für das übliche Gehalt liegt bei 58.000 Euro.

Der Vorteil: ein Gehalt baut Rentenansprüche auf, überzeugt Vermieter und Banken und läuft monatlich durch. Der Nachteil: es ist der teuerste der drei Wege.

Weg 2: die Dividende

Was nach Körperschaftsteuer übrig bleibt, kannst du ausschütten. Dann greift Box 2 (die Steuer auf Einkünfte aus Anteilen an der eigenen Gesellschaft): 24,5% bis 68.843 Euro pro Person und 31% darüber. Mit einem steuerlichen Partner verdoppelt sich die untere Stufe.

Den Zeitpunkt bestimmst du selbst. Zwei magere Jahre und ein starkes lassen sich glätten, indem die Ausschüttung dorthin wandert, wo noch Platz in der unteren Stufe ist.

Weg 3: das Darlehen

Bis 500.000 Euro darfst du dir aus der eigenen Gesellschaft leihen, wobei Box 2 außen vor bleibt. Die Einzelheiten stehen in Darlehen aus der eigenen BV.

Die Mischung

Die beste Aufteilung folgt deinem Bedarf, statt deinem Gewinn. Rechne die monatlichen Fixkosten aus, setze das Gehalt darauf, lass den Rest in der Gesellschaft mit 19% bis 200.000 Euro weiterarbeiten und schütte dann aus, wenn du das Geld privat wirklich brauchst.

Ein mehrjährig mit der Steuerbehörde vereinbartes niedrigeres übliches Gehalt, kombiniert mit einem Darlehen von bis zu €500.000 aus der eigenen BV (die niederländische Variante der GmbH), spart in der Wachstumsphase rund €18.000 bis €20.000 pro Jahr. Diese Vereinbarung entsteht im Voraus und schriftlich.

Was du mit dem Geld danach machst, steht in der Geldleiter, und die Rechnung dahinter in weniger Steuern zahlen.